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Meine erste richtige Motorrad-Reise

Hallo liebe Feelgood-Freunde,
mein Name ist Daniela und ich möchte mich gerne, für alle, die mich noch nicht kennen, kurz vorstellen. Seit Anfang 2015 bin ich ein Teil der Feelgood-Familie. Nachdem ich meine Berufsausbildung zur Tourismuskauffrau erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich ein festes Mitglied der Buchungsabteilung im Büro geworden. Neben der Kundenberatung und der Buchungsabwicklung gehören die geführten Gruppenreisen zu meinem Aufgabenbereich.  

Motorradführerschein gemacht
Durch die tägliche Arbeit mit unseren ansprechenden und liebevoll ausgearbeiteten Motorrad-Reisen ist mein Interesse am Motorradfahren natürlich stark gestiegen, sodass ich im Sommer 2018 meinen Führerschein machen durfte. Seitdem sammle ich fleißig Erfahrungen auf dem Motorrad. Mitte September des letzten Jahres durfte ich dann meine erste Auslandsreise mit dem Motorrad für Feelgood Reisen machen. 


Ich bin startklar!

Erste große Tour nach Schweden

Ralf und Birgit haben mich auf einer kleinen Südschweden-Runde begleitet, auf der ich ein paar unserer schönen Stammhotels und die idyllische Landschaft kennenlernen durfte.  
Hier möchte ich Euch gerne von meiner ersten, aufregenden Motorrad-Reise durch Schweden berichten. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch dadurch dieses schöne Land etwas näherbringen kann. Viel Freude beim Lesen meiner Geschichte.

Mehr Aufregung als Vorfreude
Wie sagt man immer so schön: Die Vorfreude ist die schönste Freude. Eigentlich stimme ich dem vollkommen zu, aber bei dieser Reise war es schon ein bisschen anders. Ich war sehr aufgeregt und nervös. So viele Fragen gingen mit durch den Kopf: Schaffe ich die geplanten Etappen von über 300 km? Wie ist es mit mehreren Motorrädern in einer Gruppe zu fahren? Bisher habe ich nur alleine oder zu zweit Tagesausflüge unternommen. Bekomme ich mein ganzes Gepäck unter? So als Frau braucht man für Haut und Haar ja doch ein paar Utensilien mehr. Kann ich als Neuling mit so erfahrenen Motorradfahrern wie Ralf und Birgit mithalten? Gefällt es mir mehrere Tage hintereinander auf Tour zu gehen? 


Es kann losgehen

Erst mal Fähre fahren

Am Abend des 18.09. ging es dann endlich los. Ralf und Birgit haben mich von zu Hause abgeholt und wir sind gemeinsam zum Hafen nach Travemünde gefahren, um von dort mit der Finnlines nach Malmö überzusetzen. Der Check-In lief schnell und unkompliziert. Dann ging es weiter über die große Rampe auf das Schiff. Rampen können auch mal nass und glitschig sein, heißt es immer in den Reiseunterlagen, fiel mir noch ein. Ralfs Tipp, die Füße immer auf den Rasten zu lassen, kam mir auch wieder ins Gedächtnis. Jetzt bloß nicht ausrutschen bevor es überhaupt los geht! Puh, alles gut gegangen. 

Ich durfte dann begutachten wie Ralf seine und meine Maschine fachmännisch und seetauglich befestigt hat. Neben uns waren nur wenige PKWs an Bord und ein weiterer, schwedischer Biker. Die Fähre dient nämlich hauptsächlich dem Frachtverkehr. Es ist also alles ein bisschen rustikaler. 

Nach dem deftigen Abendessen ging es mit vollen Bäuchen auf unsere Kabinen. Das ganz leichte Geschaukel des Schiffes wiegt ein so richtig schön in den Schlaf. 
Am nächsten Morgen heißt es früh raus aus den Federn. Das Schiff legt nämlich schon um 7 Uhr morgens in Malmö an. 


Sonnenaufgang über Malmö bei Ankunft mit dem Schiff

Bei Ankunft: 2 Grad und Regen

Schnell frühstücken, zusammenpacken und auf die Durchsage warten, bis das Autodeck geöffnet ist. Bei der Gelegenheit lohnt ein Blick aus dem Fenster, denn die Sonne geht langsam auf. Herrlich - ein malerischer Sonnenaufgang über Malmö hat uns erwartet. Doch der Schein trog, je näher wir dem Hafen kamen, desto dunkler wurde es am Himmel. Aus Richtung Dänemark zog eine Wolkendecke auf. Pünktlich zum Verlassen des Schiffes, fing es natürlich an zu regnen. Was für eine Begrüßung. Bei 2°C, tiefstehender Sonne und Sprühregen ging es dann los.

Nach dem der Regen aufhörte, die Sonne etwas höher stand und die Griffheizung eingeschaltet werden konnte, sind unsere Hände so langsam wieder aufgetaut. Da wir zum ersten Quartier einen relativ weiten Weg vor uns hatten, sind wir meist über schöne, gut ausgebaute Landstraßen durch die Wälder gefahren. Ab und an ging es dann auch auf kleinere Straßen durch die Dörfer und durch den Nationalpark Åsnen.  

Hier haben wir Rast gemacht. Ein sehr schönes Fleckchen Erde mit Aussichtsplattform direkt am See. Mittlerweile sind die Temperaturen auch schon ganz angenehm, sodass wir ein Weilchen die Ruhe in der Sonne genossen haben.


Entspannen auf Schwedisch

Rote Holzhäuser am See

Zurück am Parkplatz stelle ich fest, dass die Zufahrt und der Parkplatz ja gar nicht asphaltiert ist. Wie? Bin ich etwa einfach über die Schotterpiste gefahren? Ja! Und es war gar nicht schlimm. Voll motiviert ging es dann das letzte Stückchen durch Småland, bis wir dann am Nachmittag an unserem gebuchten Herrenhof bei Vetlanda angekommen sind. Das Gut ist bis zum heutigen Inhaber in Familienbesitz und das kann man auch spüren. Eine sehr gepflegte Anlage mit viel Charme. Die großzügigen Zimmer befinden sich in hübschen, rot-weißen Holzhäuschen. Sie bieten jeglichen Komfort und die schöne Anlage lädt zum Verweilen ein. Fahrräder können vor Ort ausgeliehen werden, um die Gegend zu erkunden und am nah gelegenen See warten kleine Boote und eine holzbefeuerte Sauna auf die Hotelgäste. Die hausgemachte, regionale Küche im eigenen Restaurant ist sehr empfehlenswert. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Schade, dass es am nächsten Morgen schon weiter ging.


Idylle pur: die erste Unterkunft

Zimtschnecken in Eksjö

Wir machten uns auf in Richtung Norden und besuchten das hübsche Städtchen Eksjö. Die Stadt gehört zu einer von drei noch erhaltenen Holzstädten des Landes. Die Gassen mit der einzigartige Holzbauarchitektur laden zu einem Spaziergang ein. Und das Wetter zeigte sich auch wieder von der besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein warteten im wohl besten Café der Stadt Kanelbullar und Cappuccino auf uns. Hier hätten wir es gut noch ein Weilchen ausgehalten, aber wir hatten noch einen weiten Weg vor uns. 


Leckere Kanelbullar zur Stärkung unterwegs

Von Småland nach Trollhättan

Also ging es gut gestärkt weiter durch die idyllische Landschaft vorbei an Jönköping, Ulricehamn und Vårgarda bis nach Trollhättan an den Fluss Göta Älv. Unser Hotel liegt etwas oberhalb der Stadt. Aus den hübsch eingerichteten Zimmern mit Balkon oder Terrasse hat man einen herrlichen Blick über den Fluss auf das Stadtzentrum. Nach einem gemütlichen Spaziergang, vorbei am Wasserfall, der heute nur noch kontrolliert zur Energiegewinnung geflutet wird, erreicht man das lebhafte Stadtzentrum. Hier laden viele Restaurants und Geschäfte zum Verweilen ein. Wir haben ein hippes Bistro direkt am Fluss gewählt. Hier treffen sich am Abend viele einheimische Studenten zum „Klönschnack“ und Feierabend-Bierchen.  

Zurück im Hotel, merkt man doch, wie anstrengend so ein Tag auf dem Motorrad sein kann. Es ist stets volle Konzentration gefordert, fremde Umgebung und ungewohnte Fahrsituationen kommen dazu. Jetzt schnell Füße hoch, denn morgen geht’s weiter.

Inselhüpfen in den Schären

Da für heute traumhaftes Wetter angesagt ist, fällt das Aufstehen doch glatt etwas leichter - über 20°C und Sonne pur. So gefällt mir das. Das reichhaltige Frühstücksbuffet macht den guten Start in den Tag dann noch komplett. Zudem habe ich mich vor der Reise schon am meisten auf diese Tagesetappe gefreut. Es geht durch die Schären entlang der Küste zurück gen Süden Richtung Göteborg. Also, Koffer und Taschen ans Moped und los geht’s.  

Der Wetterbericht hat nicht zu viel versprochen. Nach dem die Sonne den Nebel am Morgen verdrängt hatte, wurde uns schnell zu warm in unseren Klamotten. Mit einer Schicht weniger und dünneren Handschuhen war es dann gleich deutlich angenehmer.
Über die Grüße Brücke ging es auf die Insel Tjörn. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Sicht war das schon ein Erlebnis. Da wir ja in der Nachsaison unterwegs waren, hat die Suche nach einem Café ein bisschen länger gedauert, aber Birgit hat eine echte Perle ausfindig gemacht. Ein etwas verstecktes, sehr hübsch angelegtes Café, mit kleinem See, an einer kleinen grünen Parkanlage. Herrlich für eine kleine Auszeit.


Auf einer kleinen Autofähre an der Westküste

Weiter ging es über das charmate Fischerdörfchen Skärhamn bis hin zum malerischen Ort Klädesholmen. Hier an der Spitze der Insel hätte ich noch ewig die schöne Aussicht genießen können. Die Temperaturen haben inzwischen die 20°C Marke auch schon locker hinter sich gelassen. Mein Moped hat laut Temperaturanzeige sogar die 30°C geknackt. Ich glaube das liegt in der Natur der Italiener. Die mögen es ja gerne mal etwas wärmer.


Durch die Schären mit den Motorrädern

Gerade so schön eingespielt

Mit der Sonne im Rücken ging es auf kleinen Straßen bis kurz vor Göteborg zum Fähranleger von Stena Line. Mir wurde jetzt so richtig bewusst, dass sich die Reise leider schon so langsam dem Ende neigt. Ich hatte mich gerade so schön eingespielt. Es hätten ruhig ein paar Tage mehr sein können. Erstaunlicherweise hatte ich auch viel zu viele Klamotten dabei. Und ich hatte mir noch Sorgen gemacht, ob das überhaupt reicht.

Nachdem wir die Kabinen an Bord bezogen haben, genossen wir die Abendsonne mit einem redlich verdienten Bier an Deck des Schiffes. Durch die ansehnliche Schärenlandschaft schipperten wir gemütlich zurück nach Deutschland.

Auf dem Rückweg von Schweden

Auf dem Rückweg von Schweden

Prost! Ein Bier zur Belohnung

Viel zu schnell vorbei

Das geschmackvolle Abendessen an Bord haben wir im ruhigen à la Carte-Restaurant zu uns genommen. Der nette Kellner machte uns dann darauf aufmerksam, dass wir zum Frühstücken auch gerne wieder hier her kommen können, da es hier deutlich entspannter zugehe als im großen Buffet-Restaurant. Das haben wir beherzigt und uns für den nächsten Morgen zum Frühstück verabredet. Ich war etwas spät dran und schaute durch den Raum, ob Ralf und Birgit schon zu sehen sind. Der Kellner kam dann direkt auf mich zu und sagte: „Deine Eltern sind schon da. Sie sitzen hier vorne links.“ Mit herzhaftem Lachen habe ich die zwei dann beim Frühstück begrüßt.  

Nachdem das Schiff im Hafen von Kiel angelegt hat, haben wir unsere Motorräder zum letzten Mal beladen und haben den Heimweg angetreten. Schön war´s!


Mit dem Motorrad aufs Schiff - gar kein Problem

Mein Fazit

Mir hat meine erste kleine Tour mit dem Motorrad sehr gut gefallen. Ich kann mir durchaus vorstellen, viele weitere Länder mit dem Moped zu erkunden. Die längeren Etappen habe ich soweit ganz gut bewältigt, manchmal war ich den beiden ein bisschen zu langsam unterwegs und die Abstände zwischen den Motorrädern waren etwas groß, aber das kommt mit der Erfahrung sicherlich noch. Ob ich der Typ für geführte Gruppenreisen bin, ist noch schwer zu sagen.  

Ich fand es toll, in so netter Begleitung zu sein. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle an Ralf und Birgit und natürlich an Feelgood Reisen, die das Ganze erst möglich gemacht haben.  

Ich bin mir unterwegs aber eigentlich am liebsten mein eigener Herr, halte an, wenn ich eine Pause brauche oder wo ich einen Fotostopp machen möchte. Vielleicht muss ich das Ganze nochmal bei einer geführten Tour ausprobieren. ;-)
Auch der Platz für mein Gepäck war völlig ausreichend. Wenn es mal auf eine Tour geht, die länger als eine Woche dauert, dann muss ich meine Packweise vielleicht nochmal überdenken. Bis dahin versuche ich einfach noch ein paar Kilometer mehr auf meinen Tacho zu bekommen.  

Ich wünsche Euch allen auf alle Fälle ganz viel Freude auf Eurer nächsten Tour, egal ob individuell, auf eigene Faust oder auf einer unserer geführten Gruppenreisen.


Viel Spaß auf Eurer nächsten Tour! Eure Daniela

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