Irland - sattes Grün und steile Küsten
Die grüne Insel wird Irland gern genannt, aber so grün ist Irland gar nicht - jedenfalls nicht an den steilen Küsten im Westen. Die Klippen schimmern je nach Wetter und Gestein mal warm und rötlich, dann wieder schroff und grau, manche sind auch hell, fast weiß. Und in den Hochebenen mit ihren Mooren überwiegen Brauntöne oder Violett, wenn das Heidekraut blüht. Der Ruf, eine grüne Insel zu sein, bezieht sich auf die landwirtschaftlich geprägten Regionen in der Mitte des Landes und im milden Osten.
Entdecke Irland auf einer Motorradtour - von mild bis wild!
Die schönsten Routen für Motorradfahrer in Irland gibt es in den einsamen Landstrichen im Norden und Nordwesten sowie entlang der wilden Atlantikküste. Der berühmte “Wild Atlantic Way” schildert praktisch alle möglichen Abstecher aus, die hinaus führen zu Landzungen, Klippen, Leuchtfeuern und Buchten. Am bekanntesten ist der Ring of Kerry - ohne Zweifel eine schöne Route. Aber zu internationalem Ruf hat es der Ring of Kerry vor allem gebracht, weil er schon seit langer Zeit gut für Busse zu befahren ist, weil die Ringstraße breit genug ausgebaut ist. So wurde der Ring of Kerry zu einem der ersten bekannten Ziele für Irland-Reisen. Wir von Feelgood Reisen empfehlen für Motorradfahrer in Irland lieber kleinere, weniger bekannte Strecken. So ist die benachbarte Halbinsel Beara zwar kein Geheimtipp mehr, aber mit dem Motorrad schöner zu fahren als der Ring of Kerry. Übrigens ist auch das Innere der Halbinsel Kerry wunderschön! Und eher wild als mild!
Küstenstraßen im Süden und Westen Irlands
Wer im Süden Irlands unterwegs ist, wird auch die Halbinsel Dingle besuchen. Das gleichnamige Städtchen Dingle ist im Sommer ein äußerst beliebtes Ziel für Urlauber. Die Straße über den Conair Pass nach Dingle bietet bei schönem Wetter eine tolle Aussicht, aber wer sie genießen will, sollte hier außerhalb der Saison oder früh morgens unterwegs sein. Auch die berühmten Cliffs of Moher, die zwischen 120 und 214 Meter nahezu lotrecht zum Meer hin abfallen, sind eine der großen Touristenattraktionen.
Mit dem Motorrad auf dem Wild Atlantic Way
Aber je weiter Euch die Motorradtour in Irlands Norden führt, umso einsamer werden die Straßen, ohne dass die Landschaft an Dramatik verliert. Unter dem Namen Wild Atlantic Way wurde eine touristische Route zwischen Kinsale bei Cork ganz im Süden bis zum Felsen Malin Head im äußersten Nordwesten Irlands ausgeschildert. Der Wild Atlantic Way ist wie für Motorradfahrer gemacht mit kleinen, teilweise kurvenreichen Straßen und immer wieder großartigen Ausblicken auf das Meer. Viele Abstecher führen zu Leuchttürmen und Sandstränden, zu Klippen und lauschigen Buchten, von denen man niemals zuvor gehört hat.
Eine Motorradreise rund um Irland führt auch nach Nordirland
Eine Motorradreise durch Irland ist komplett, wenn sie auch nach Nordirland führt, das zum United Kingdom gehört. Lange war die Grenze zwischen Großbritannien und der Republik Irland kaum sichtbar. Seit dem Brexit verlässt man die EU, wenn man nach Nord-Irland einreist. Aber bislang ist der “Grenzübertritt” und die Einreise nach Großbritannien, trotz erforderlicher elektronischer Anmeldung (eTA), vor Ort nach wie vor kaum spürbar. Nur die Ausschilderung ändert sich: Während in Irland in Kilometern gemessen wird, lassen im UK Meilen die Distanzen scheinbar schrumpfen. Auch in Nordirland verlaufen die schönsten Motorradstrecken an der Küste entlang. Einspurige Panoramastraßen führen an die schönsten Viewpoints. Einen Besuch lohnen die Felsformationen des Giant's Causeway und die schmale Hängebrücke für Fußgänger zur Insel Carrick-a-Rede, die in dreißig Metern Höhe einen schmalen Fußweg über das Meer bildet. Und alle Motorradfahrer, die sich für Seegeschichte interessieren, sollten dem Titanic-Museum in Belfast einen Besuch abstatten.