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Wälder, Seen, Inseln, Ruhe. Das ist Finnland. Natur ohne Ende, dazu gefühlt auf jeden Einwohner eine Sauna und selbstgemachter Beerenlikör, der direkt beim Schwitzen genossen wird. Zugegeben, klingt doch super oder?

Den Norden liebe ich sowieso, mit Kälte komme ich einigermaßen klar und diese Klarheit und Ruhe da oben gefallen mir ohnehin sehr. Ich entschloss mich, meinen ersten Finnland-Besuch in der Hauptstadt Helsinki zu beginnen. Und soviel vorab: Die Finnen können viel mehr als Wald und Seen. Helsinki mit seinen mehr als 600.000 Einwohnern ist einfach nur cool, stylish und jung. Allein für die Tatsache, dass die Finnen gerne mal ein li an ihre Wörter hängen, muss man sie schon lieben. Die Stadtteile haben auch alle so freundlich klingende Namen wie beispielsweise Kamppi oder Kluuvi.

Hei Helsinki!

Ab Travemünde geht es für uns mit Finnlines nonstop nach Helsinki. Mit der Metro sind es vom Anleger nur noch gut 25 Minuten bis ins Zentrum. Dort dreht sich das Riesenrad und die riesige Skulptur des finnischen Künstlers Tommi Toija sticht ins Auge: der Bad Boy, der mich genauso erschrocken anschaut wie ich ihn. Warum weiß wohl nur er. Unbedingt besuchen sollte man am Hafen die Alte Markthalle, in der man sich vor Ort mit allerlei Leckereien stärken, heißen Kaffee trinken oder ausgezeichneten finnischen Lachs kaufen kann. Besonders beeindruckend fand ich auch die Architektur im Hafenviertel: fast schon gespenstisch große Altbauten, einfach gigantisch und vor allem so viele! Willkommen in Russland, war mein erster Gedanke. Google sagte mir dann auch, dass es nur 384 Kilometer bis Russland sind und genauso stelle ich mir die Architektur dort auch vor. Ich überlege mir wie es wohl sein muss, dort am Hafen, wenn in Helsinki der Winter kommt und es neblig wird und feucht. Auf jeden Fall muss das eine sehr besondere Atmosphäre sein. Melancholie ist dann vermutlich an der Tagesordnung. Aber danach ist mir im Moment gar nicht.


Das Riesenrad am Hafen am Helsinki

Nach den ersten Eindrücken fahren wir mit der Straßenbahn, die in ihrer grünen Farbe dort richtig schön nostalgisch aussieht, zum Hotel, um erst einmal das Gepäck loszuwerden. Man kann vom Hafen aus natürlich auch in die Innenstadt laufen, so wie man die komplette City zu Fuß erkunden kann. Und das tun wir dann auch. Helsinkis Haupt-Shoppingmeilen unterscheiden sich für mich nicht groß von anderen europäischen Hauptstädten, es gibt alle Labels, die ich auch aus Hamburg kenne, von günstig bis luxuriös ist alles dabei und man hat schnell einen Überblick über die Stadt. Spannender wird es allerdings etwas abseits des Stadtzentrums.


Das Café Engel am Dom

Finnland ist gleich Kunst und Design

Dass die skandinavischen Länder ein Händchen für Kunst und Design haben, ist bekannt und auch in Helsinki überall zu spüren - und vor allem zu sehen. Das Design District, ein Zusammenschluss von 25 Straßen und 200 Shops und daher kein zusammenhängender Stadtteil (https://designdistrict.fi), sollte man gesehen haben und im Grunde führt auch gar kein Weg dran vorbei. Bewegt man sich zu Fuß etwas außerhalb der Innenstadt, kommt man ständig an bezaubernden kleinen Läden, Galerien und Cafés vorbei. Alles in minimalistischem, puristischem Design, klar, zeitlos, einfach nur schön. Zu finden sind Kleidung, Einrichtungsgegenstände, Papier und andere liebevolle Dinge, die das Leben schöner machen. In mir ploppt die Frage auf, warum wohl ausgerechnet die Skandinavier so ein Händchen dafür haben, es sich zu Hause schön zu machen. Liegt es daran, dass sie wegen der langen Winter einfach mehr "Drinnen-Zeit" verbringen? Das ergibt Sinn, oder?

Ebenfalls richtig cool fand ich auch das Szeneviertel Kallio nördlich der Innenstadt, für mich das Schanzenviertel von Helsinki. Das mag ich in Hamburg nämlich auch sehr gern. Etwas abgerockt (man könnte auch liebevoll vintage sagen) mit vielen Bars, Cafés und ausgefallenen Läden und Treffpunkt für Studenten, Künstler und junge Paare. Ein Ort, wo man sein Bierchen auf dem Bürgersteig trinkt und stundenlang Leute beobachten kann. Na denn, Kippis! (Prost).

Wer zusätzlich noch Fan von Museen ist, kommt am Design Museum (http://www.designmuseum.fi) im Design District nicht vorbei, wo man alles über die Geschichte finnischen Designs erfährt. Für Freunde moderner Kunst und Architektur lohnt ein Besuch im Museum Kiasma (https://kiasma.fi/en/).

Unweigerlich vorbei kommt man bei einem Stadtbummel auch am "weißen Dom" von Helsinki. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von touristischen Sehenswürdigkeiten, aber der Dom am Senatsplatz thront sozusagen über der Stadt und wenn man die Stufen hinauf geht, kann man sogar den Hafen sehen. Ein Besuch war für mich schon deshalb Pflichtprogramm, weil er von meinem Namensvetter Carl Ludwig Engel entworfen wurde und was noch besser ist: genau gegenüber ist das Café Engel, wo sich auf jeden Fall eine Kaffeepause lohnt! Direkt um die Ecke gibt es sogar noch ein gleichnamiges Kino, also besser gehts doch gar nicht oder?

Zum warm werden - Urban Sauna

Auf 5,5 Millionen Finnen kommen mehr als 3 Millionen Saunen, muss man nicht mehr viel zu sagen, oder? Sie lieben ihre Sauna-Kultur und das nicht nur in der Blockhütte am See, sondern auch in der Metropole Helsinki! Wozu hat man schließlich die Ostsee zum Abkühlen vor der Tür? Hier drei Tipps zum urbanen Schwitzen, die sich problemlos in einen 2-tägigen Besuch integrieren lassen:

1. Allas Sea Pool: Die prominenteste Sauna ist sicher der Allas Sea Pool direkt im Hafen von Helsinki und nicht zu übersehen. Spektakulär sind die großen Außenbecken, die in die Ostsee integriert sind. Grandios auch der Blick aus der Sauna auf die Ostsee und ebenso cool ist es sicher, an "Deck" ein Bierchen zu trinken. Auch das geht dort. Ich habe es leider bei meinem Besuch versäumt, es mir aber für den nächsten Helsinki-Trip fest vorgenommen!


Die Badebecken vom Alles Sea Pool bieten eine tolle Aussicht

2. DIY-Sompasauna: Etwas außerhalb des Zentrums direkt an der Ostsee haben die Finnen sich einfach selbst eine Sauna gebaut. Das Problem war, dass es keine Genehmigung dafür gab und so wurde die Hütte mehrfach abgerissen und wieder aufgebaut. Mittlerweile hat die Stadt sich aber mit dem Projekt versöhnt und die Sauna darf bleiben. Das Besondere daran ist, dass sie jeder zu jeder Zeit kostenlos nutzen kann und nur etwas Holz und Wasser mitbringen muss. Die Hütten sind alle bunt angemalt, abgekühlt wird sich natürlich in der Ostsee. Sollte man auf jeden Fall mal machen, solange es sie noch gibt!

3. Lass' mal raus: Wer doch lieber in der Natur schwitzt und es ruhig mag, hat auf der kleinen Insel Lonna die Gelegenheit. Vom Hafen in Helsinki fährt eine kleine Fähre dorthin, wo es nichts gibt außer einer echt schicken stylischen Sauna und einigen Restaurants. Der Blick aufs Meer wird durch nichts gestört und Runterkommen ist hier garantiert. Geöffnet ist die Sauna von Mai bis Ende September, immer nachmittags. http://www.lonna.fi/en/services/sauna/


Aus der Sauna direkt ins Meer

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